Haut und Haare

Warzen

Als Warzen bezeichnet man Neubildungen der oberen Hautschichten, welche durch bestimmte Viren (Humane Papillom Viren HPV) ausgelöst werden. Diese Virusinfektion ist ansteckend, nicht nur für andere Menschen, sondern auch für den bereits betroffenen Patienten! Aus einer kleinen Warze, z.B. an der Fußsohle, werden nicht selten viele, welche sich dann auch noch auf andere Hautbezirke ausbreiten können. Zum Beispiel durch Verschleppung der Viren beim "Knibbeln" auf die Hände. Daher ist das oberste Gebot: Sofort die erste Warze radikal entfernen lassen, damit sich die Viren nicht ausbreiten können. Wegen der großen Ansteckungsgefahr besteht für Patienten mit Warzen Verbot für Feuchtbereiche (Schwimmbad, Sauna, Sammelduschen usw.)! Bei den Papillom-Viren bestehen verschiedene Typen, die unterschiedliche Warzenarten auslösen können:

Fußwarzen (Dornwarzen) und Handwarzen

Fuß- und Handwarzen

Zunächst häufig unbemerkt bilden sich auf der Haut kleine Warzen, welche dann in die Tiefe wachsen. An der Oberfläche der Haut ist zumeist nur die kleine harte Warzendecke zu sehen, der "Dorn" geht in die Tiefe und macht zumeist erst dann Beschwerden, wenn er sehr schmerzhaft auf die Knochenhaut der Fußknochen sticht. Warzen an der Hand oder an der Oberseite der Zehen wachsen meist knötchenförmig und können sehr problematisch sein, wenn sie am Nagelwall wachsen oder unter den Nagel eindringen.

Behandlung

Abtragen

Abtragen: Schneiden Sie von einer Folie, welche Ihnen verschrieben wird, ein kleines Stück ab, das in etwa der Warzenoberfläche entspricht. Dieses Stück kleben Sie auf die harte Hornschicht der Warze und fixieren die Folie mit einem Streifen Klebepflaster, damit die Folie z.B. beim Laufen oder Hantieren nicht verschoben wird.

Nach 24 Stunden lösen Sie die Folie ab. Die Haut der Warze ist nun weisslich-bröckelig. Diese Schicht kratzen oder schneiden Sie z.B. mit einer Nagelschere tief heraus. Bei großflächigen Fußwarzen ist auch ein sog. "Hornhauthobel" geeignet. Schmerzen sind leider nicht ganz zu vermeiden. Ein Bad in warmen Salzwasser vor dem Abtragen erleichtert die Prozedur. Geringe Blutungen beim Abkratzen sind unbedenklich.

Desinfizieren Sie die Instrumente nach dem Hautkontakt, damit sich nicht andere mit den Viren an den Geräten anstecken können (Desinfektionsspray aus der Apotheke). Das Abtragen wiederholen Sie täglich, bis Sie den Warzengrund erreichen. Sie können dann eine kleine, oft nur punktförmige Verhärtung komplett herauslösen.

Vereisen

Vereisen: Die Warzen werden mit -195° C kaltem Stickstoff-Sauerstoff-Gemisch eingesprüht. Es bildet sich nach wenigen Stunden eine Blase in der Haut. Dadurch löst sich die Warze von der Unterhaut und wird nun nicht mehr mit Blut versorgt. Nach wenigen Tagen trocknet die Warze ein und löst sich mit der Haut der Blase ab. Unter Umständen muss die Behandlung wiederholt werden. An der Fußsohle entsteht wegen der dicken Hornhaut KEINE Blase! Die Therapie wird daher meist bei Handwarzen angewendet und ist bei Fußwarzen nur eine Ergänzung der Abtragung.

Bio-Laser

Bio-Laser: Zur Stimulation der Abwehrmechanismen ist eine Behandlung mit dem Bio-Laser sinnvoll, damit die Haut besser in der Lage ist, die Viren abzuwehren, und damit neue, nicht erkrankte Zellen nachwachsen.

Smooth- oder Erbium-Laser

Smooth- oder Erbium-Laser: Die wirksamste und schnellste Möglichkeit,  Warzen zu behandeln! Die Hautareale werden von Laserstrahl-Blitzen getroffen und das Gewebe zerfällt nach wenigen Tagen. Die Therapie ist mehrmals erforderlich. Die gesunde Haut wird weitestgehend geschont, die erkrankte Region gezielt erreicht. Die Therapie wird bei Privatversicherten erstattet.

 
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